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Der „Doktor“ feierte seinen 90. Geburtstag

Seinen 90. Geburtstag feierte Alois Brauburger am 7.April im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Bad Nauheim in der Frankfurter Strasse 197, dass er nur etwa  zweihundert Meter entfernt von seinem Geburtshaus, heute bewohnt.

Der diplomierte Volkswirt hat über lange Jahre als Steuerberater eine Kanzlei in Frankfurt geleitet, die mittlerweile von seinem Sohn Christian geführt wird. Genau in dieser Kanzlei hatte  Alois in jungen Jahren auch seine Ausbildung absolviert und nach dem Ausscheiden der ehemaligen Geschäftsinhaber das Steuerberatungsbüro übernommen. Alleine hieraus ist schon zu erkennen, dass es sich bei dem Jubilar um einen bodenständigen Menschen handelt.

Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie, mit acht Geschwistern, von denen lediglich noch die drei Jahre jüngere Schwester Hildegard lebt, fand Brauburger schnell seine Leidenschaft im Sport beim ortsansässigen TSV Nieder Mörlen. Zunächst einmal gab es jedoch einen herben Einschnitt mit dem zweiten Weltkrieg, zu dem er als 17-jähriger in den letzten Kriegsjahren eingezogen wurde. Die Bemühungen den Handballsport im TSV nach dem Krieg wieder zu beleben, schlugen zunächst fehl, da es keine spielerfahrenen älteren Akteure gab und Nachwuchs noch nicht vorhanden war. Gemeinsam mit Karl Zimmer, seinem Bruder Philipp und Georg Emanuel Möbs  begann Alois Brauburger im Jahr 1952 einen Neuanfang. Unterstützung erfuhren sie durch den Alt-Turner Ferdinand Künstler. Alois war  für die Handballer  zuständig, Georg Emanuel hatte für den Aufbau der Turnabteilung zu sorgen und Philipp war die gute Seele die sich um beide Seiten und sonstige Sportinteressierte kümmerte.  Ohne das Engagement der Genannten, hätte die Geschichte des Handballs in Nieder Mörlen keine Fortsetzung gefunden. Mit großer Beharrlichkeit, Durchsetzungsvermögen und klaren Vorstellung machten sie aus dem TSV innerhalb der nächsten Jahre die erste Adresse der Region. In den sechziger Jahren spielte Nieder Mörlen einige Jahre in Hessen höchster Spielklasse. Nicht selten fanden die Großfeldhandballspiele vor mehr als 1000 Zuschauern statt. 

Von 1952 bis 1958 begleitete Brauburger das Amt des Handballabteilungsleiters und von 1961 bis 1963 war er Vorsitzender des Gesamtvereins. Aber auch ohne offizielles Amt war er für „seine Handballer“ immer da wenn sie ihn brauchten. Unter anderem fungierte er als Trainer im Jugendbereich und kurzzeitig auch bei den Aktiven. Herausragend war sein Einsatz für den Bau der neuen Sporthalle, die heute Frauenwaldhalle heißt und im September 1977 eingeweiht wurde. Es gab seinerzeit unterschiedliche Vorstellung darüber, wie die Halle aussehen sollte. Ohne den kämpferischen Einsatz von Brauburger, gäbe es die Halle in der heutigen Form nicht. Unvergessen für viele auch sein Engagement abseits des Spielfeldes. Sei es bei der Organisation und Durchführung der Fahrten zu den Auswärtsspielen, zu einer Zeit in der es nur wenige PKW’s gab oder auch bei der vierzehntägigen Fahrt nach Oberschlesien in Zeiten des Eisernen Vorhangs. Dort, in der Heimat seiner Frau Gertraud, mit der er seit 59 Jahren verheiratet ist und die im Januar ebenfalls ihren 90. Geburtstag feierte, trug der TSV zwei offizielle Handballspiele gegen polnische Mannschaften aus. 

Es gibt noch vieles von dem Wirken des  Jubilars zu berichten, der im alten Jahrhundert eine feste Größe in der heimischen Handballszene darstellte. Der Name Brauburger ist dabei vielen allerdings nicht derart bewusst. Fragt man die Menschen allerdings nach dem „Doktor“ weiß man sofort wer gemeint ist, der Alois halt. Wie er zu diesem Namen  gekommen ist, wissen jedoch nur wenige. Aufklärung kommt hier von seinem alten Freund Georg Becker, dem ältesten noch sporttreibenden  Mitglied des TSV. „Alois musste schon in jungen Jahren eine Brille tragen. Er hatte immer eine große auffällige dunkle Hornbrille auf, die ihm ein sehr wichtiges Aussehen verlieh, wie ein Doktor eben. Und so haben wir ihn dann einfach genannt“, berichtet Becker mit einem Schmunzeln im Gesicht. 

Alois Brauburger  mit seiner Frau und lins Neffe Klaus Das Bild zeigt in der Mitte den Jubilar, stehend daneben seine Frau Getraud. Sitzend links sein Neffe Klaus, einer Handball-Ikone des TSV. 



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